Graphit – das schwarze Gold der Region

Ohne den Graphit gäb’s auch keine Knappenkapelle Kropfmühl.
Wir wissen das zu schätzen und widmen ihm daher gleich den ersten Absatz:

Genau wie der Graphit nur stückchenweise an die Erdoberfläche befördert wird, genauso bruchstückhaft ist auch die Geschichte dessen Abbaus überliefert. Archäologische Funde von Rohgraphitstücken und mit Graphit bemalter Tonware belegen die Verwendung erstmals in der Zeit von etwa 800 bis 500 v. Chr. Erwiesen ist auch, dass die Kelten Graphit zur Herstellung von besonders feuerfester und wasserundurchlässiger Tonware verwendeten.

Ab dem 13. Jahrhundert n. Chr. belegen schriftliche Dokumente den bäuerlichen Abbau in der Region um Kropfmühl. Der zu Tage geförderte Graphit wurde in die Hafnerwerkstätten im nahe gelegenen Obernzell geliefert, wo Schmelztiegel und andere graphithaltige Keramik hergestellt wurden.

Über Jahrhunderte war die Graphitgewinnung in Niederbayern eine echte „Goldgrube“ für die Bauern der Region. Im Sommer bestellten sie ihre Felder, im Winter förderten sie Graphit aus einfachen Gruben. Im Laufe der Zeit wurde der Abbau industrialisiert und die Bauern verkauften ihre Schürfrechte. Heute sind sie im Besitz der Graphit Kropfmühl AG.

So wie die Förderung von Graphit änderten sich im Laufe der Jahrzehnte auch dessen Anwendungsgebiete. Schon die Kelten entdeckten die Hitzebeständigkeit des Minerals und bemalten ihre Tonwaren damit. Graphit steckt nach wie vor in der Mine von Bleistiften – eine englische Erfindung des 16. Jahrhunderts. Darüber hinaus ist das schwarze Gold zu einem der vielseitigsten Rohstoffe der Erde geworden. Graphit findet Anwendung bei der Halbleiterproduktion, bei der Herstellung von Hochleistungsbatterien, in der Kernkraft und als Schlüsselbaustein der Nanotechnologie.

 

Die Knappenkapelle Kropfmühl

Die Geburtsstunde der Knappenkapelle Kropfmühl war im Jahre 1963, als die damalige Blaskapelle Schaibing in den Knappenverein Kropfmühl eingegliedert wurde. „Ein richtiger Knappenverein braucht auch eine stattliche Kapelle“, war man damals der Ansicht. Zurecht. Was mit einer handvoll Musikern begann, entwickelte sich kontinuierlich weiter. Heute zählt die Blaskapelle über 40 aktive Musikerinnen und Musiker – stattlich genug, wie wir finden.

Zuhörern mit unserer Musik Freude zu bereiten, ist unser erklärtes Ziel. Egal ob bei der feierlichen Umrahmung eines Gottesdienstes oder auf der Bühne im Festzelt. Ein netter Nebeneffekt: die Musik und der Zusammenhalt in der Truppe machen uns dabei nicht selten selbst am meisten Spaß. Nicht nur deshalb schlüpfen wir bei rund 70 Auftritten im Jahr in unser schwarzes Gewand, sondern auch weil wir unseren Beitrag dazu leisten wollen, die erhaltenswerte Tradition der Knappen in Kropfmühl nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Das Tragen des schwarzen Bergmannskittels und das Singen des Bergmannsliedes „Glück Auf“ sind für uns nicht nur eine schöne Verpflichtung. Sie sind eine Ehre.




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